Die Lebensläufe von Entwicklern zeigen deutlich, welche Entwickler besonders gut darin sind, Lebensläufe zu verfassen. Doch wie aussagekräftig sind sie darüber hinaus? Fakt ist: Entwickler haben uns deutlich mitgeteilt, dass das Verfassen von Anschreiben und Lebensläufen einer der kräftezehrendsten Bestandteile des Bewerbungsprozesses ist. Gerade da Unternehmen auf der Suche nach Softwareentwicklern jedoch überwiegend in der Position sind, dass sie sich beim Entwickler bewerben und nicht umgekehrt, sollte jede zusätzliche Hürde innerhalb des Bewerbungsprozesses vermieden werden. Doch wodurch lassen sich Lebensläufe ersetzen?

Lebensläufe – ist der Schaden größer als der Nutzen?

Einige Unternehmen gehen den Schritt und schaffen Lebensläufe einfach komplett ab. Auch wenn dies bei einigen kurz Grübeln auslöst, wie es denn ohne funktionieren soll, so hilft es, sich vor Augen zu führen, dass ein Lebenslauf, der ohne viel Motivation geschrieben oder seit Langem nicht upgedatet wurde, wahrscheinlich schlechter ist, als wenn gar keine Information vorliegen würde.

Generell sind bei Kandidatenauswahl Lebensläufe einfach nicht mehr zeitgemäß. Niemand mag sie schreiben und wer sie liest, nur um Häkchen hinter beispielsweise ein abgeschlossenes Studium zu setzen, der hat einen Trend verpasst

Das Format lässt Informationen außen vor.

Selbst wenn ein Entwickler gewillt ist, die Fleißarbeit in einen Lebenslauf zu stecken, so schränkt hier die Erwartungshaltung ein. Er oder sie ist zwar daran gewöhnt, die Zeit im Unternehmen und die Projekte genau zu beschreiben, jedoch wenig darüber hinaus. Das ist sehr schade, denn damit vergessen Kandidaten viele weitere Dinge, wie Blogposts, die sie verfasst haben, Videotutorials, die sie erstellt haben, oder auch Links zu Open-Source-Code auf GitHub.

Viele Entwickler verbringen Zeit außerhalb ihres Jobs mit der Arbeit an ihren eigenen, persönlichen Websites, Blogs oder anderen Programmierprojekten. Dies ist eine großartige Möglichkeit, ihre Fähigkeiten, Stärken und Leidenschaften außerhalb des Büros zu sehen, doch denken viele Recruiter nicht immer daran oder zögern vielleicht sogar, diese zu verlinken, wenn es nicht Teil des „Nine-to-five“-Jobs eines Entwicklers ist.

Stellen Sie Menschen ein, keine Lebensläufe!